POKER IST EIN STRATEGIESPIEL
Letzte Aktualisierung 03 Januar 2012
Der nachfolgende Text über die Pokerstrategie sollen Ihnen
helfen Ihre Fähigkeiten beim Pokerspiel zu verbessern. Bevor
Sie diesen Teil lesen, sollten Sie sich mit den Grundregeln
von Texas Hold'em und mit den gängigen Pokerbegriffen
vertraut machen. Falls Ihnen doch noch der eine oder andere
Begriff unklar ist, haben Sie jederzeit die Möglichkeit in
unserem Glossar nachzusehen.
Dieser Strategieteil soll Ihnen in erster Linie die
Grundlagen des Pokerspiels erklären und Ihnen damit das
Vertrauen geben, niedrige Limits sicher zu spielen. Nachdem
Sie diesen Teil gelesen und verstanden haben sollten Sie in
der Lage sein das Spiel am Pokertisch zu genießen und mit
ein wenig Geschick auch zu gewinnen.
Im Gegensatz zu anderen Casinospielen, spielen Sie bei Poker
nicht gegen die Bank oder den Computer sondern gegen andere,
echte Spieler, die wie Sie an ihrem PC sitzen. Obwohl es bei
Poker natürlich auch einen nicht zu unterschätzenden
Glücksfaktor gibt, wird sich längerfristig der bessere
Spieler durchsetzen. Wenn man davon ausgeht, dass genügend
viele Spieler eine große Anzahl von Händen spielen, wird auf
lange Sicht statistisch jeder Spieler gleich viele gute und
schlechte Karten bekommen. Also ist der Glücksfaktor gleich
verteilt und der Spieler mit der besseren Strategie wird
gewinnen. Poker ist also nur auf kurze Sicht gesehen ein
Glücksspiel, langfristig gesehen ist es ein komplexes
Strategie- und Geschicklichkeitsspiel.
Poker vereint mathematische, taktische und psychologische
Bestandteile und ist damit ein sehr vielfältiges Spiel mit
verschiedenen Aspekten. Ein bekannter Ausspruch unter
Pokerprofis ist: "It takes five minutes to learn the game,
but a lifetime to master it."
Pokerstrategie richtig einsetzten - Poker Tipps
SPIELSTILE
Grundsätzlich spricht man im Poker von konservativen (tight)
oder lockeren (loose) und aggressiven oder passiven Spielern.
* Konservatives Spiel heißt, dass man nur sehr gute Starthände
spielt. Bei einem zehn Spieler Tisch sieht ein konservativer
Spieler im Schnitt weniger als 25% der Flops.
* Lockeres Spiel heißt, man spielt sehr viele Starthände und
hofft, dass man mit dem Flop seine Hand verbessert. Bei lockerem
Spiel sieht man 30% oder mehr der Flops.
* Aggressives Spiel bedeutet, man übernimmt die Kontrolle am
Tisch indem man viel setzt und erhöht. Man gewinnt dadurch auch
Pots ohne Showdown, aber man riskiert auch höhere Verluste.
* Passives Spiel bedeutet, man überlässt anderen Spielern die
Kontrolle am Tisch und bezahlt nur die Erhöhungen der anderen.
Man gewinnt dadurch nur wenn man die beste Hand hat.
Spielstile
Aggressiv
Passiv
Tight
(konservativ)
Der Spieler spielt wenige Hände, diese aber sehr
aktiv, probiert die Initiative zu übernehmen
Der Spieler spielt wenige Hände, und diese sehr
inaktiv, wartet auf die Aktionen der anderen
Loose
(locker)
Der Spieler spielt viele Hände und erhöht mit diesen
Händen sehr oft und viel
Der Spieler spielt viele Hände erhöht nur selten,
und bezahlt sehr viel
Welchen Spielstil man wählt, hängt von der Anzahl der Spieler an
einem Tisch ab. Je mehr Spieler an einem Tisch sitzen, desto
weniger Starthände sollte man spielen. Wenn weniger Spieler an
einem Tisch sitzen, sollte man mehr Starthände spielen.
In der Fachliteratur wird der konservative, aggressive Spielstil
oft als der beste bezeichnet. Das heißt man spielt nur gute
Hände, aber diese Hände spielt man dann sehr aggressiv.
Erklärung der Abkürzungen:
A
Ass
K
König
Q
Dame
J
Bube
T
10
9-2
Neun-Zwei
s
suited (zwei Karten der gleichen Farbe, zum Beispiel
zwei Herz oder zwei Karo)
x
jede beliebige Karte
Der Einfachheit halber teilt man die möglichen Starthände in
verschiedene Gruppen ein. Die Gruppen sind absteigend sortiert
und auch innerhalb der Gruppen werden die Karten von links nach
rechts schwächer.
Es gibt keine absoluten Regeln wann man mit welcher Hand wie
spielen kann. Es ist abhängig von den eigenen Chipstacks, von
der Position und von der Höhe der Blinds. Die oben genannten
Punkte stellen nur Anhaltspunkte zur Einschätzung der Stärke
einer Hand dar.
Prinzipiell unterschätzen Anfänger oft das Potenzial von
gleichfärbigen Verbindungskarten, wie zum Beispiel 7 und 8 in
Herz. Diese Hände werden vielleicht nicht so oft gewinnen wie
zwei Asse, aber wenn sie die Strasse oder das Flush fertig
machen, werden Sie meistens einen großen Pot gewinnen, da diese
Hände nicht so offensichtlich sind.